ESRS Standard
ESRS Standard
Der Begriff "Policy" ist gleichbedeutend mit dem Begriff "Konzept", welcher innerhalb der deutschen Fassung des ESRS-Standards verwendet wird.
10. Das Unternehmen hat seine Konzepte im Zusammenhang mit Wasser im Einklang mit den Bestimmungen des ESRS 2 GDR-P anzugeben.
11. Verfügt das Unternehmen über Standorte in Gebieten mit Wasserstress, die nicht unter seine Konzepte im Zusammenhang mit Wasser fallen, so hat es dies anzugeben.
Fußnote zu Absatz 10
Diese Informationen tragen zur Deckung des Informationsbedarfs von Finanzmarktteilnehmern bei, die der Verordnung (EU) 2019/2088 unterliegen, da sie von einem verpflichtenden Indikator für die wichtigsten nachteiligen Auswirkungen abgeleitet werden (Indikator Nr. 7 in Anhang I Tabelle 2 der Delegierten Verordnung (EU) 2022/1288 der Kommission in Bezug auf Offenlegungsvorschriften für nachhaltige Investitionen („Investitionen in Unternehmen ohne Wasserbewirtschaftungsmaßnahmen“)).
Fußnote zu Absatz 11
Diese Informationen tragen zur Deckung des Informationsbedarfs von Finanzmarktteilnehmern bei, die der Verordnung (EU) 2019/2088 unterliegen, da sie von einem verpflichtenden Indikator für die wichtigsten nachteiligen Auswirkungen abgeleitet werden (Indikator Nr. 8 in Anhang I Tabelle 2 der Delegierten Verordnung (EU) 2022/1288 der Kommission in Bezug auf Offenlegungsvorschriften für nachhaltige Investitionen („Engagement in Gebieten mit hohem Wasserstress“)).
Application Requirements (AR)
Application Requirements (AR)
AR 1 für Absatz 11, 13, 14 und 16 Buchstabe b (Wasserstress)
Wasserstress umfasst Menge oder Verfügbarkeit (im Zusammenhang mit Wasserknappheit) zusammen mit Erwägungen der Wasserqualität und der Zugänglichkeit von Wasser und liefert ein Maß für die Belastung des Einzugsgebiets.
Wasserstress ist neben anderen, nicht mit Wasserstress im Zusammenhang stehenden Faktoren wie Überschwemmungen und Dürren, ein Bestandteil der physischen Risiken im Zusammenhang mit Wasser. Bei einem umfassenden Verständnis der wasserbezogenen Risiken werden alle Aspekte physischer Risiken im Zusammenhang mit Wasser (z. B. Wasserstress, Überschwemmungen, Dürren) sowie regulatorische Risiken und Reputationsrisiken im Zusammenhang mit Wasser berücksichtigt.
AR 2 für Absatz 11, 13, 14 und 16 Buchstabe b (Gebiete mit Wasserstress)
Zu den globalen Indikatoren (mit den zugehörigen Datensätzen) und den damit zusammenhängenden Schwellenwerten für die Bewertung, ob ein Gebiet von Wasserstress betroffen ist, zählen:
(a) Baseline-Wasserstress – größer oder gleich „hoch“: 40-80 %
(b) Erschöpfung der Wasserressourcen – größer als „hoch“: 25-75 % (Saison);
(c) Erschöpfung der Wasserressourcen (Baseline) – größer oder gleich „hoch“: 50-75 % und
(d) WEI+ (Water Exploitation Index plus) – größer oder gleich 40 %.
Während diese globalen Indikatoren den Wasserstress in Bezug auf die Menge der verfügbaren Wasserressourcen (im Zusammenhang mit Wasserknappheit) berücksichtigen, umfasst eine umfassende Bewertung des Wasserstresses alle Dimensionen (Menge, Qualität und Zugänglichkeit).
Die Beurteilung, ob ein Gebiet Wasserstress ausgesetzt ist, erfolgt in der Regel mindestens auf Ebene des Einzugsgebiets. Um zu bewerten, ob ein Gebiet Wasserstress ausgesetzt ist und lokales Wissen nutzen kann, können individuell angepasste Methoden angewandt werden.
Beispiele aus der bisherigen Praxis
Beispiele aus der bisherigen Praxis
Beispiele dienen lediglich als Hinweis, wie eine Angabepflicht von anderen Unternehmen bisher angegeben wurde. Geprüfte ESRS-Berichte sind noch nicht verfügbar. Es besteht keine Garantie für Richtigkeit und Vollständigkeit.
E3-1 – Strategie Wasser- und Meeresressourcen
Strategisches Wassermanagement
Wir verfolgen das grundlegende Ziel, Ressourcen effektiv und verantwortungsvoll zu nutzen. Dieses Prinzip gilt auch für unser Wassermanagement und ist ein zentraler Bestandteil unserer strategischen Ausrichtung im Rahmen unserer gruppenweiten Umweltmission und Nachhaltigkeitsstrategie.
Ein wichtiger Indikator für unseren Erfolg ist der spezifische Wasserverbrauch pro produzierter Einheit, den wir im Einklang mit den Zielvorgaben unserer Umweltstrategie kontinuierlich überwachen und optimieren. So haben wir das Ziel, den Wasserverbrauch pro produzierter Einheit bis 2025 um 23% im Vergleich zu 2010 zu senken, bereits 2022 erreicht. Weitere Fortschritte erzielen wir durch den Einsatz innovativer Technologien und optimierter Prozesse, insbesondere durch die Wiederverwendung von Wasser in unseren Produktionszyklen. Damit reduzieren wir die Belastung natürlicher Wasserquellen nachhaltig.
Unsere Fortschritte überwachen wir mithilfe eines umfassenden Reporting-Tools, das den tatsächlichen Wasserverbrauch mit den geplanten Zielen auf monatlicher Basis vergleicht. Dieses Monitoring führen wir sowohl auf globaler Ebene als auch für unsere einzelnen Standorte durch.
Zusätzlich zu unseren Produktionsmaßnahmen verpflichten wir uns, branchenführende Praktiken zur Sicherstellung der Verfügbarkeit und nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasserressourcen sowie zur Förderung der Wasserqualität an all unseren Standorten anzuwenden. Dabei binden wir Partner entlang der Wertschöpfungskette und relevante Stakeholder ein, um Programme zu entwickeln, die wasserbezogene Auswirkungen minimieren und der Gemeinschaft zugutekommen.
Risiken und Chancen, die sich aus globalen Umweltveränderungen wie dem Klimawandel ergeben, integrieren wir aktiv in unsere Geschäftsstrategie. Unser Ziel ist es, unsere Leistungen über die gesetzlichen Anforderungen hinaus zu verbessern, die Wasserqualität zu sichern und die Verfügbarkeit von Wasserressourcen für zukünftige Generationen zu gewährleisten. Mit modernster Technologie und kontinuierlichen Innovationen in den Bereichen Technologie und Management optimieren wir den Wasser-Fußabdruck unserer Produkte und stellen dabei sicher, dass wir die Erwartungen unserer Stakeholder stets erfüllen.
